Tonerkartuschen richtig entsorgen und recyceln
Eine leere Tonerkartusche landet schnell im Papierkorb – dabei enthält sie Materialien, die sich sinnvoll wiederverwerten lassen und laut Gesetz gar nicht in den Hausmüll gehören.
Warum Tonerkartuschen nicht in den Restmüll gehören
Tonerkartuschen bestehen aus einer Kombination unterschiedlicher Materialien: Kunststoffgehäuse, Metallteile, Elektronikkomponenten sowie Resttonerpulver. In Österreich gelten Tonerkartuschen als Elektroaltgeräte bzw. Elektronikschrott im Sinne der Elektroaltgeräteverordnung (EAG-VO) und dürfen daher nicht über den regulären Restmüll entsorgt werden.
Sammelmöglichkeiten in Österreich
Für die Rückgabe leerer Kartuschen gibt es mehrere Wege:
- Altstoffsammelzentren (ASZ): Kommunale Sammelstellen nehmen Elektroaltgeräte, wozu auch Tonerkartuschen zählen, kostenlos entgegen.
- Rücknahmesysteme der Hersteller: Viele Druckerhersteller und Tonerproduzenten bieten eigene Rücknahmeprogramme an, oft mit vorfrankierten Versandkartons oder Sammelboxen für Unternehmen.
- Fachhändler: Einige Fachgeschäfte für Bürobedarf nehmen leere Kartuschen im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung zurück.
- Sammelboxen in Büros: Größere Betriebe stellen häufig eigene Sammelboxen auf, die regelmäßig von Entsorgungs- oder Recyclingunternehmen abgeholt werden.
Was beim Recycling passiert
Zurückgenommene Kartuschen durchlaufen in der Regel mehrere Schritte: Zunächst werden sie sortiert und auf ihren Zustand geprüft. Kartuschen in gutem Zustand können für die Wiederaufbereitung (Remanufacturing) verwendet werden – dabei werden Verschleißteile ersetzt, die Kartusche gereinigt und neu befüllt. Kartuschen, die sich dafür nicht mehr eignen, werden in ihre Materialbestandteile zerlegt: Kunststoffe werden geschreddert und als Rezyklat in der Kunststoffindustrie weiterverwendet, Metallteile werden getrennt und eingeschmolzen, Resttoner wird fachgerecht aufgefangen und entsorgt oder in bestimmten Verfahren weiterverwertet.
Wiederaufbereitung als Teil der Kreislaufwirtschaft
Die Wiederaufbereitung leerer Kartuschen spart im Vergleich zur Neuproduktion Rohstoffe und Energie ein, da ein erheblicher Teil des Kartuschengehäuses und der mechanischen Bauteile weiterverwendet werden kann. Dieser Prozess ist ein Beispiel für Kreislaufwirtschaft in der Elektronikbranche: Statt Rohstoffe für jede neue Kartusche komplett neu zu gewinnen, werden bereits im Umlauf befindliche Komponenten mehrfach genutzt.
Umweltwirkung im Überblick
Werden Tonerkartuschen korrekt gesammelt statt im Restmüll entsorgt, wird verhindert, dass Kunststoffe und Resttonerpulver unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Zudem verringert die getrennte Sammlung den Bedarf an neu gewonnenen Rohstoffen für Kunststoffgehäuse und Metallkomponenten – ein Beitrag, der sich über die große Zahl jährlich verbrauchter Kartuschen spürbar summiert.
Fazit
Wer eine leere Tonerkartusche entsorgen möchte, sollte den Weg über Altstoffsammelzentrum, Herstellerrücknahme oder Fachhandel wählen, statt sie in den Restmüll zu geben. Der geringe zusätzliche Aufwand ermöglicht Wiederaufbereitung und Materialrecycling und reduziert damit den ökologischen Fußabdruck des Druckens.