HP Firmware-Update blockiert die Patrone – was jetzt hilft
Erscheint nach einem automatischen Firmware-Update plötzlich die Meldung „Nicht unterstützte Kartusche" oder „Cartridge Problem", obwohl dieselbe Kartusche vorher anstandslos funktioniert hat, steckt in den meisten Fällen die sogenannte Dynamic-Security-Funktion von HP dahinter. Sie prüft bei jedem Firmware-Update erneut, ob eine Kartusche einen von HP anerkannten Chip enthält, und blockiert andernfalls den Druck – unabhängig davon, ob die Kartusche technisch einwandfrei ist. Dieser Ratgeber erklärt, was dahintersteckt und welche Schritte tatsächlich helfen. Zu den allgemeinen Ursachen von Erkennungsproblemen siehe auch: Toner wird nicht erkannt – die 7 häufigsten Ursachen.
Was bedeutet „Dynamic Security" bei HP?
HP-Drucker enthalten seit einigen Jahren eine Sicherheitsfunktion, die bei Firmware-Updates aktualisiert wird und prüft, ob eine eingesetzte Patrone einen von HP signierten Chip verwendet. Kartuschen ohne diesen Chip – etwa ältere kompatible Versionen oder wiederbefüllte Patronen mit veraltetem Chip – werden nach einem solchen Update als „nicht unterstützt" abgelehnt, selbst wenn sie zuvor einwandfrei funktioniert haben.
Woran erkenne ich, dass ein Firmware-Update die Ursache ist?
- Die Kartusche hat vor Kurzem noch einwandfrei funktioniert.
- Der Drucker hat sich kürzlich automatisch aktualisiert, oft im Hintergrund ohne aktive Bestätigung.
- Die Meldung lautet sinngemäß „Nicht unterstützte Kartusche", „Cartridge Problem" oder zeigt ein Ausrufezeichen-Symbol im Display.
- Eine originale HP-Kartusche löst dieselbe Meldung nicht aus (dient als Gegentest).
Was jetzt hilft
- Fehlermeldung im Druckerdisplay genau lesen. HP unterscheidet zwischen „nicht unterstützt" (Chip-Problem) und anderen Fehlercodes, etwa einem reinen Kontaktproblem – die weiteren Schritte hängen davon ab.
- Kartusche mit aktuellem Chip verwenden. Bei kompatiblen oder wiederbefüllten Kartuschen ist nach einem Firmware-Update häufig eine neuere Chip-Version notwendig, die den aktualisierten Sicherheitscheck besteht.
- Automatische Firmware-Updates deaktivieren, um künftige Blockaden zu vermeiden:
- Am Drucker: Menü „Einrichtung" bzw. „Setup" → „Voreinstellungen" oder „Werkzeuge" → „Firmware-Aktualisierung" → automatische Updates deaktivieren.
- Über den HP Embedded Web Server (EWS): IP-Adresse des Druckers im Browser aufrufen → „Allgemein" → „Firmware-Aktualisierung" → automatische Updates ausschalten.
- In der HP Smart App: Druckereinstellungen → Weitere Einstellungen → Firmware-Updates verwalten.
- Ein bereits installiertes Update nicht rückgängig machen wollen. Ein Downgrade der Firmware ist bei den meisten HP-Modellen nicht vorgesehen und wird vom Hersteller nicht unterstützt.
Was sich damit nicht ändern lässt
- Ein bereits eingespieltes Firmware-Update lässt sich in der Regel nicht zurückrollen – die einzige verbleibende Stellschraube ist die Chip-Version der Kartusche.
- Dynamic Security ist eine bewusste Herstellerfunktion und keine Fehlfunktion des Druckers – ein „Reparieren" im klassischen Sinn ist daher nicht möglich.
- Nicht jedes Gerät bietet dieselben Menüpunkte; bei älteren HP-Modellen ohne Netzwerkanbindung ist eine Deaktivierung der automatischen Updates teils gar nicht vorgesehen.
Was Sie nicht tun sollten
- Firmware-Updates nicht pauschal als Fehler des Druckers werten – es handelt sich um eine gezielte Sicherheitsfunktion, nicht um einen Defekt.
- Chip nicht manuell entfernen, überkleben oder manipulieren – das kann die Kartusche endgültig unbrauchbar machen und den Drucker beschädigen.
- Nicht wiederholt dieselbe blockierte Kartusche neu einsetzen, in der Hoffnung, dass sich die Prüfung „von selbst" ändert – ohne passenden Chip bleibt die Meldung bestehen.
- Firmware-Updates nicht dauerhaft ignorieren, wenn darin auch Sicherheitsupdates enthalten sind – die Deaktivierung sollte gezielt und informiert erfolgen, nicht pauschal.